Ergebnisse eines ersten gemeinsamen Gespräches – Mittwoch, 08. Juni 2016

Der Gottesdienst ist das Zentrum unseres Gemeindelebens. Wir wollen ihn offen und einladend feiern und gestalten.
Wie kann das gelingen in einer sich wandelnden Zeit? Welche Wünsche haben wir an unsere Gottesdienst-Kultur?

Die Arbeitsgruppe des Presbyteriums bietet einen offenen Raum, über alle Fragen des Gottesdienstes nach- und mitzudenken, ohne dass es dabei konkreten Handlungsdruck gäbe oder etwas "neu erfunden" werden müsste.
Vielmehr wollen wir informieren und miteinander über ein Herzstück unserer Arbeit ins Gespräch kommen.

Das haben wir in einem ersten Treffen getan. Hier nun die Themen und Ergebnisse des Gespräches:

1. Wir haben gefragt, worauf wir uns bei Gottesdiensten freuen, woran wir merken, dass ein Gottesdienst richtig gut war und was wir uns für einen Gottesdienst im besten Sinne wünschen. Bei diesen Fragen ging es auch darum, Elemente für einen gelingenden Gottesdienst zusammenzutragen.

2. In einem zweiten Schritt haben wir die Erfahrungen und Wünsche verschiedenen Bereichen zugeordnet:

–Vor dem Gottesdienst
–Musikalische Gestaltung
–Lieder und Gesang
–Ablauf – Form – Liturgie
–Predigt
–Gebete – Stille
–Abendmahl und Gemeinschaftsformen
–Sprache
–Beteiligungsformen
–Kirchenkaffee und Gemeinschaftsformen
–Nach dem Gottesdienst

3. Im anschließenden Gespräch legten wir den Augenmerk in der Rubrik „Ablauf-Form-Liturgie“ auf den Schluss unseres Gottesdienstes.
Dabei wurde von allen Teilnehmenden der Segen als ein entscheidendes Element des Gottesdienstes hervorgehoben und gewürdigt.
Deutlich wurde, dass der Segen als Zuspruch (außer eines Amens) keinerlei weitere Bekräftigung oder anschließende Bitte bedarf. Er wird vollgültig zugesprochen und traut auf die Kraft Gottes, die wirksam ist und werde.
Die in der Gemeinde traditionell nach dem Segen gesungene Liedstrophe: „Ach bleib mit deinem Segen“ scheint hier wie ein Nachklang zu sein, der dem zugesprochenen Segen etwas an Kraft und Geltung nimmt.
Alle Teilnehmenden äußerten den Wunsch, nach dem Segen trotz langer Tradition der Gemeinde nicht mehr zu singen und statt dessen mit einem gemeinsamen „Amen“ den Gottesdienst sprachlich zu beschließen.

Da das Singen am Ende des Gottesdienstes zugleich eine abschließende Form der Vergewisserung von Gemeinschaft darstellt, wurde der Wunsch eingebracht, vor (statt nach) dem Segen zu singen.
Hier bietet sich u.a. „Verleih und Frieden gnädiglich“ an, das während der Nazizeit in manchen Gemeinden Westfalens bewusst als Protestlied gesungen wurde. Je nach Kirchenjahreszeit kann auch eine andere Liedstrophe passen... (z.B. Osterzeit: Christ ist erstanden; Advent: Mache dich auf und werde Licht...)
Das Singen könnte im Stehen unmittelbar vor dem Segen erfolgen.

In dieser Weise haben wir verabredet, diese Idee im Presbyterium zu erörtern und nach Zustimmung die etwas andere Form im Gottesdienst immer mal wieder zu probieren und einfach zu testen, wie es sich anfühlt und ob wir damit gottesdienstlich leben können.
Nach den Sommerferien wollen wir an dieser Stelle eindeutiger auf die kleine Veränderung zugehen.

Eine weitere AG Gottesdienst wird für den Herbst dieses Jahres verabredet, aber noch nicht terminiert. Es soll dabei um Beteiligungsformen im Gottesdienstgeschehen gehen.

gez. Bertold Becker

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Ansprechpartner in der Gemeinde

Die nächsten Gottesdienste

Sonntag, 27.01.2019  Letzter nach Epiphanias
10.15 Uhr Gottesdienst mit Psalmsingen

Predigt: Pfarrerin i.R. Erika Edusei
mit Kirchenchor, Leitung: Christiane Krause
und mit Posaunenchor, Leitung: Thomas Bronkowski

Sonntag, 27.01.2019  Letzter Sonntag nach Epiphanias
15.30 Uhr Gottesdienst der ungarisch-reformierten Gemeinde

Donnerstag, 31.01.2019
19.00 Uhr Friedensgebet:
„Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15)

Freitag, 01.02.2019
15.00 Uhr Freitag-Nachmittag-Gottesdienst

Predigt: Pfarrerin Christel Weber

Sonntag, 03.02.2019  5. Sonntag vor der Passionszeit
10.15 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Predigt: Prof. Dr. Andreas Lindemann

Sonntag, 10.02.2019  4. Sonntag vor der Passionszeit
10.15 Uhr Gottesdienst mit Kinderzeit

Predigt: Pfarrer Bertold Becker

Kirchenmusikalische Veranstaltungen

Sonntag, 27.01.2019,
Neustädter Marienkirche
18.00 Uhr Musikalische Vesper
Chormusik zu Epiphanias von Johann Sebastian Bach u.a.

Marienkantorei; Leitung und Orgel: Ruth M. Seiler
Liturgin: Pfarrerin Anke von Legat
Spenden für die Kirchenmusik im Evangelischen Stadtkantorat Bielefeld erbeten.

***

Sonntag, 17.02.2019
Süsterkirche
10.15 Uhr Gottesdienst „Kirche trifft Kino“

Andreas Kaling, Saxophon; Bertold Becker, Klavier;
Matthias Kosmahl, Kontrabass; Ruth M. Seiler, Orgel
Predigt: Pfarrer Bertold Becker; Pfarrer Uwe Moggert-Seils

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Sonntag, 24.02.2019,
Neustädter Marienkirche
18.00 Uhr Musikalische Vesper

Chormusik von Louis Lewandowski, Rihards Dubra u.a.
VokalTotal, Leitung und Orgel: Ruth M. Seiler
Liturgin: Pfarrerin Nora Göbel
Im Klingelbeutel wird um eine Spende für die Kirchenmusik im Evangelischen Stadtkantorat Bielefeld gebeten.

Eine App (nicht nur) für Reformierte

Der Reformierte Bund bietet eine kostenlose App für Smartphones an, die geistliche Impulse für den täglichen oder gelegentlichen Gebrauch anbietet: »from…«. Texte, Bilder und Töne für jeden Tag sollen Anstöße geben für die persönliche Besinnung oder eine Andacht. Der reformierten Vorliebe für die vertonten Psalmen wird in Form von Audiofiles entsprochen, ebenso dem Frage-und-Antwort-Modus des Heidelberger Katechismus.
Die App ist für iOS Nutzer im Apple iTunes Shop kostenlos erhältlich – Stichwort: Reformierter Bund.
Die Android-Version ist im Google-Play-Store kostenlos erhältlich – Stichwort: Reformierter Bund.

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Gewaltfreie Initiativen für den Frieden: lokal, global, radikal

16.01.2019

Theologisches Studienjahr Rom